Hallo, schön das Sie hier sind

Hier möchte ich einfach Episoden aus Lottekinds Leben erzählen.

 

Wie wir uns kennen lernten.

 

Eigentlich wollte ich nur das Futter von unserem verstorbenen Hund Iron im Tierheim abgeben. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, die aus meinem Dorf stammt, sagte zu mir, möchten sie nicht unser armes Lischen mal ansehen, unser Sorgenkind. Ich war eigentlich noch nicht so weit und wollte noch keinen neuen Hund. Sie ließ aber nicht locker und so führte sie dich vor. Genannt Lisa, oder dort das arme Lischen.

Ein struppiges, mageres Hündchen. 9 Monate alt, dort das Sorgenkind, weil du schon 3 mal vermittelt wurdest und immer wieder zurück gegeben. Wir gingen mit dir spazieren. Laufend schautest du dich um und sahst uns mit deinen lieben traurigen Augen an.

Meine Tochter, mein Mann und ich sagten, das ist sie, wir nehmen sie mit. Als wir vom 'Spaziergang wieder im Tierheim ankamen, sagte ich locker, packen sie die Lisa ein, wir nehmen sie mit. Die Leiterin des Tierheim sagte, so geht das nicht, doch die ehrenamtliche Mitarbeiterin sagte, das geht, ich kenne sie gut und sie können den Hund ruhig mitgeben.

Einen neun Monate alten struppigen, mageren Schäferhund -Collimix. Als die Formalitäten abgeschlossen waren und wir Richtung Auto gingen, fingst du an regelrecht ans Auto zu rennen, als ginge es dir nicht schnell genug, aus dem Tierheim weg  zu kommen. Ich brachte dich erst zum Tierarzt, lies dich durchchecken und impfen. Unsere Tierärztin meinte, ich bräuchte eine feste Hand bei dir, denn Colli wäre sehr stur.

Doch das warst du nicht, mit lieben Worten warst du leicht zu lenken und wenn dein Collikopf, wie ich ihn nannte durchkam, reichte es wenn ich meine Stimme anhob. Dich konnte man schon nach ein paar Tagen ohne Leine laufen lassen, denn du hattest keine Ambitionen fortzulaufen.

Als nächstes war der Hundekorb und das richtige Futter dran. Ebenso noch ein paar Spielsachen und Hundeartikel. Du fühltest dich sofort bei uns heimisch als wärst du schon immer hier gewesen. Lediglich ein Läufer musste daran glauben, bis du merktest, wenn wir dich mal alleine gelassen haben, das wir wieder zurück kommen. Du warst sehr lieb, sehr stürmisch und sprangst aus heiterem Himmel, wenn wir auf der Couch lagen, mit allen Vieren auf uns und schlecktest uns ab.

Sehr schnell hattest du ein glänzendes Fell und  hattest dein Gewicht. Ich weiß nicht warum du drei mal zurückgegeben  wurdest, vieleicht nur weil du lebhaftt warst, was ja normal ist, denn wenn ich einen stillen Hund wollte, hätte ich mir eine Porzelanfigur zugelegt.

So kamst du bei uns an, deine Tierärztin hast du abgeschleckt und sie sagte du wärest albern.

Noch oft sagte ich zu dir, du armes Lischen, du Sorgenkind und du hast gelacht. Schön das du so schnell bei uns heimisch wurdest.

 

Es werden noch weitere Episoden aus dem Leben mit Lisa genannt Lottekind folgen

 

 

ich kann einfach nur verarbeiten durch Schreiben, es ist meine Art der Trauerbewältigung

Lottekind stellt die Polizei



Als unser Lottekind noch fit war und etwas jünger, war es ihr Liebstes, wenn man zu ihr

sagte,willst du heute Abend mit Herrchen arbeiten gehen. Sie sprang dann auf und

lies Herrchen nicht mehr aus den Augen, bis er sie mitnahm. Auch wenn wir ohne

sie weggingen, musste wir ihr immersagen, wohin, wir gehen und ihr ein Leckerlie geben,

dann war sie beruhigt.


Herrchen musste auf der Arbeit auch sein Schichtbrot mit ihr teilen,

das war die Bedingung.
Da Herrchen im Wach- und Sicherheitsgewebe, war es möglich, sie in die Nachschicht mit
einzubeziehen, was sie auch gerne wollte, auch wenn sie mir dann Abends Zuhause fehlte.
Aber es war eine schöne Aufgabe für sie, die sie auch gerne erledigte.


Wenn Herrchen in einer Firma an der Pforte Dienst machte, stellte Lottekind sicher, das sich
keiner in die Pforte traute und wenn einer zu nahe kam, stellte sie ihre Vorderpfoten auf
den Schreibtisch und verbellte sie. Ebenso lief sie mit Herrchen über das Gelände und

bewachte
dann die ganze Firma.

Einmal mussten sie eine Baustelle bewachen, dort war es sehr dunkel und Lottekind

ging immer voraus, bedacht auf Herrchen das nichts passierte. Die Pause verbrachten

beide im Kofferraum unseres Wagen,
wo sie ihren Anteil am Schichtbrot fraß. Plötzlich fuhr ein Polizeiwagen

an der Baustelle vorbei und parkte in einiger Entfernung. Die Polizeibeamten

wußten nicht das die Baustelle bewacht wurde und so schlichen

sie im Dunklen über die Baustelle. Lottekind versteckelte
sich und als die Polizei näher kam, stellte sie sich vor die Beamten und verbellte sie.

Die Polizei war wie erstarrt und erst als Herrchen sich zu erkennen gab,

wurde sie ruhiger, aber die Polizei blieb im gebührenden Abstand von Lottekind fern.

Lottekind wurde von Herrchen belohnt, denn sie hatte ja nur ihre Arbeit getan.

Sie war übrigens immer sehr wachsam, sie bellte nicht wenn es an der Haustüre

klingelte, sie ging aberstehts mit an die Tür und so manchen Hausierer,

der seinen Fuß in die Tür zu stellen wagte, wurde von ihr vertrieben,

Viele rannten dann fluchtartig die Treppe runter, wenn Lottekind vorschnellte und sie
verbellte.
Lottekind stand dann grinsend auf der Treppe und war zufrieden.

Dieses habe ich ihr nicht beigebracht, sie machte das von selbst

 

 

 

 

Lottekind schaute oft zuviel Kommisar Rex

Lottekind hatte immer Appetit. Das schönste Fresschen in ihrem Napf,
war oft nicht so interessant wir das was wir hatten.
Obwohl sie vieles auch in ihren Napf bekam, was wir kochten und für
sie gesund war un bekömmlich. Trotzdem hatte sie immer das Gefühl,
sie käme anscheinend zu kurz,

Sie schaute gerne im Fernsehen, Kommisar Rex, und wenn er bellte
ging sie zum Fernseher hin, legte das Köpfchen schief und sah genau
zu. Zu genau, denn eines Tages passierte das, was Rex auch immer
machte.

Nach einem Großenkauf kamen Männe und ich hungrig nach Hause.
'Die in der Hand in einer Tüte belegten Wurstbrötchen, legte ich
auf den Esszimmertisch und ging wieder raus ans Auto um
mitzuhelfen, auszuladen. Als ich wieder ins Haus kam, wunderte
ich mich über die Papiertüte auf dem Boden, sonst war weiterhin
nichts zu sehen. Lotte lag friedlich im Wohnzimmer und schaute
mich an. Als ich nach der Tüte griff, stellte ich fest, das die
Wurstbrötchen nicht mehr da waren, nur das Papier in die sie
eingewickelt waren. Da war mir alles klar.

Ich sagte zu Lotte, du hast wohl zu viel Rex gesehen und hast
deshalb die Wursbrötchen fein säuberlich ausgepackt.
Sie schaute mich fröhlich grinsend an. Ich konnte ihr nicht
wirklich böse sein, aber wir waren beindruckt, wie sie das
gemacht hat.

Lotte hat gerne gemopst, an Weihnachten die Plätzchen,
Bonbons hat sie gerne ausgepackt und vieles mehr.
Wenn bei uns unten nichts zu klauen war, versuchte sie
es oben bei unserem Sohn. Sie war sehr geschickt.

Weißt du was Lotte, es war dir gegönnt
.

 

 

Lottekind und der Garten


Lottekind hat es immer gerne mit der Erde zu tun, umgraben,
Mäuse ausbuddeln oder wie gesagt die Pflanzen wärmen.
Egal was wir draußen gemacht haben, du warst immer dabei.
Du hast dich gerne in die Einfahrt gelegt, wo du Immer alles im
Auge behalten hast und auch notfalls mal runter maschieren konntes
um nachzuschauen, welche Katze hier gerade war oder welcher Hund.
Lief die Katze weg, musste man auf dich aufpassen, denn der wolltes du
nachrennen, blieb sie Sitzen, hast du an ihr gescnüffelt.

Gerne warst du mit mir im Vorgarten, buddelste immer an den verkehrten
Stellen und wenn ich ein Pflänzchen gesetzt habe, meintes du immer du
müsstes es ausbrüten, bis ein Gemüse oder eine Blume kommt.
Jedesmal musste ich lachen, denn du hast dich nicht davon abringen lassen.

Auch bist du immer die Treppe runtergesaust in die Einfahrt und hast
dich auch bei Schnee und Eis nicht davon abbringen lassen, owohl du
manchmal Pirouetten drehend die Einfahrt runterrutschte und mit den
Vorderläufen versuchst hast zu bremsen.

Ja der Schnee, war für dich was Besonderes, wie ein Pflug bist du mit
der Schnautze durch den Schnee, so das es rechts und links stobte.
Wenn wir den Schnee wegschippten, war es dir nicht egal. Bellend
und versuchend in die Schippe zu beißen, versuchtest uns du
davon abzuhalten, den Schnee zu beseitigen.

Aber wie gesagt Blumen hast du gliebt und warst wie ich ein
begeistertes Blumenkind. Deshalb habe ich dir Blumen gepflanzt
und ich weiß, egal ob unser Vorgarten, dein Grab oder ein
Blumen oder Rosengarten, erinnern mich immer an dich und
diese schöne Zeit.

Vielen Dank für ihren Besuch

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